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Verstrahlt

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„Hallo?“, meldet sich eine Frauenstimme am Telefon, ohne einen Namen zu nennen. „Kann man bei ihnen wohnen?“ Ich bestätige das und frage, ob sie ein Zimmer buchen möchte. Statt einer Antwort kommt eine weitere Frage: „Haben sie Strom?“

Amüsiert antworte ich: „Ja, wir haben Strom und sogar fließendes Wasser, kalt und warm.“ „Kann man den Strom auch abschalten?“ fragt die Unbekannte ohne jeden Humor weiter. „Warum sollten wir das tun?“ frage ich jetzt irritiert zurück.

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Wo Sie uns finden

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Vielleicht sind Sie ja unterwegs von Västerwik in Südschweden und wollen nach einem Besuch in Düsseldorf weiter nach Nizza an die Cote d`Azur? Dann schauen Sie doch bei uns rein. Wir liegen auf dem Weg.

Wenn Sie aus Paris kommen und geschäftlich nach Kopenhagen wollen oder von Flensburg nach Freiburg müssen, gilt das Gleiche. Auch auf der Route zwischen Rennes in der Bretagne und Greifswald an der Ostsee lohnt sich ein Zwischenstopp. Angenommen Sie fahren morgens um 7.00 Uhr aus Rennes los und machen hin und wieder eine Pause, dann sind Sie gegen 17.00 Uhr bei uns.

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Es war der Blinddarm

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Das gepflegte ältere Paar steigt aus einem Mercedes neueren Baujahrs. Sie kommen aus Süddeutschland, wie uns das Nummernschild wissen lässt und haben die Suite gebucht, unseren schönsten Raum. Der passt gut zu ihnen. Er ist ein gelassener, kultivierter Mann mit tiefer Stimme. Sie hat sehr lebendige Augen und wirkt aufgeregt, wie ein junges Mädchen. Warum das so ist, erfahren wir am nächsten Morgen beim Frühstück. Zunächst wollen die beiden, nachdem sie sich frisch gemacht haben, das Dorf erkunden. Wir schlagen, wie meistens, einen Besuch im barocken Schlossgarten und in unserer Basilika Sankt Ida vor. „Ich weiß“, sagt die Frau und blinzelt uns zu, „ich war schon einmal hier.“ Er fragt, wo man gut essen gehen könne und wir empfehlen eines unserer gehobenen Gourmetrestaurants mit Spezialitäten der Region. So weit so gut.

Wahrscheinlich sind die beiden auf der Durchreise oder haben am nächsten Tag eine Einladung in der Nähe. Solche Gäste haben wir oft.

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Die Eröffnung – oder vom Zauber des Anfangs

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Ziemlich genau neun Monate nach meiner Idee beim Smörrebröd, rechtzeitig zur Beginn der Radfahrsaison eröffnen wir mit einem Tag der offenen Tür unser Bed & Breakfast. Sekt und Meiers Streuselkuchen stehen bereit, die Zimmer strahlen in neuem Glanz.

Sogar der Bürgermeister kommt und bringt auch die für den Tourismus zuständige Mitarbeiterin mit. Ein großer Artikel in der lokalen Presse berichtet über uns und nun warten wir gespannt auf die Menschen, die sich unser Haus ansehen wollen.

Es kommen viele.

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Westfälischer Wintertag

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Heute ist Winter. Richtig Winter, mit nächtlichen Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. Zunächst war es nur kalt, bei strahlend sonnigem Himmel. Doch seit heute Nacht sind Häuser, Wiesen und Felder mit Schnee überpudert. Nur 15 km weiter nördlich reicht es, um einen Schneemann zu bauen. Das hat mir ein Freund am Telefon erzählt.

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Kopenhagen oder wie alles begann

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„Wann“, frage ich, „sind Kinder eigentlich aus dem Haus?“

Wir sitzen auf einfachen Holzbänken an einem dazu passenden Tisch in einem Außenbezirk von Kopenhagen. Der Himmel ist  perfekt  mit seinen weißen Wolken auf tiefblauem Grund. Wir können das Meer riechen. Vor uns auf dem Tisch liegen Smörrebröd, unvergleichlich gute dänische Butterbrote, die wir direkt aus dem dicken weißen Packpapier essen.„Hm,“ kommt es von Isabel, unserer Tochter, die meinem Mann und mir gegenüber sitzt. „Das ist eine gute Frage“, sagt sie und fischt sich ein paar Krabben von meinem Brot.